24 Sep

Europa – Meditation #112 Es gibt wieder Hoffnung!

Es gibt wieder Hoffnung!

Nach so vielen Scherbenhaufen – Bankenskandal, Liborskandal, Dieselskandal, Cum-Cum-Skandal, NSU-Skandal, Asyl-Groko-Skandal, Maaßen-Maßlosigkeits-Skandal und stetig fallender Zustimmungswerte für die großen Parteien – wird auch dem letzten Beschwichtiger deutlich, dass vertraute Muster an ihr Ende gelangen.

Das ist doch prima!

Denn so eröffnen sich Möglichkeiten zu „NEULAND“, wie es sie so nur nach großen Katastrophen gegeben hat – denn dann gebiert die Phantasie der Menschen neue Formen der Zusammenarbeit, des Aufbruchs, der gegenseitigen Hilfe. Solidarität und neues Vertrauen werden wieder wachsen können!

Diesmal haben wir die Katastrophe sogar im Doppelpack: Nicht nur sind die Schäden, die wir der Natur – zu Wasser wie zu Lande und in der Luft – zumuten, sondern auch die, die wir unserem Innenleben – nennen wir es nun Seele, Geist, Selbstwertgefühl – abverlangen, unüberschaubar und unerträglich geworden, sondern sie sind auch global – willkommen zurück im Dorf!

Das herkömmliche Demokratiemodell – sei es nun die präsidiale oder die repräsentative Form – läuft leer, das Vertrauen des Volkes ist aufgebraucht.

Gut so.

Dann muss sich das Volk eine neue Form suchen und nicht die Form eine neues Volk! Es scheint, dass sich die Organisationssysteme für Entscheidungen – das gesamte Volk betreffend – wieder überschaubar gestalten müssen.

Überschaubar?

Wenn die Spezies homo sapiens auf vertrautem Boden wandeln will, kann die Gruppe kaum größer als 150 Mitglieder umfassen – mehr oder weniger. Daraus ergibt sich dann alles weitere: Je größer die Einheiten, umso weniger Macht dürfen sie haben, umso mehr müssen sie sich rückkoppeln zur kleinsten Einheit – ca. 150

Da kommen die Netzwerke, die bisher mehr zum Verschleiern und Betäubern dienen, gerade recht: Sie können die großen Zahlen blitzschnell herunterbrechen auf überschaubare Größen. Also könnten sie erstmals gemeinschaftsdienlich genutzt werden, statt zur unüberschaubaren Profitmaximierung und Vernebelung.

Also ist Hoffnung angesagt – die Skandale und Krisen erzeugen so den Raum und die Zeit, sich von ihnen gerne zu verabschieden, weil dahinter nicht ein Abgrund droht, sondern eine Zukunft der kleinen Schritte, in der die Menschen sich die Transparenz von Entscheidungen zurückholen. Das bisherige Geschäftsmodell – elegantes Betrügen auf Kosten der stillgestellten Konsumenten – hat sich selbst ad absurdum geführt. So kann man es leicht und ohne jede Wehmut hinter sich lassen.

Da ist dann endlich mal wieder gute Laune und Optimismus angesagt.

Wer hätte das gedacht?